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Ice Vajal :: Music Land :: Metal World - November 2009

- Reaper November 7th 2009 - Kassel (D), Fiasko - 25 Years Birthday & CD - Release Party
 
The fact that a band exists for a quarter of a century without any signs of disbanding
is worth to be celebrated. And if you release also an album - in this case Gardens of Seth -,
then it's time for a special event!
And so Reaper invited to celebrate their 25th anniversary at Nov., 7th 2009 in the hometown Kassel
at theclub Fiasko. This event should mark the end of the first 25 years of Reaper.
After a few introducing words of an actor Reaper kicked off with Into the Gardens of Seth and they had a
few surprises for their fans. The current line-up - Daniel Zimmermann (guit, voc), Matthias Kraft (bass),
Thomas Buchenau (guit) and Jan Breede (dr) - played the whole new album Gardens of Seth.
This angry, heavy piece of metal showed that Reaper can keep up with every youngster when it comes
to aggression and the joy of playing.
The ultimate highlights were Leviathan and Revolution which are definitely the best songs ever written by
Reaper. Next in line Erlkönig where Maximilian, the 12 years old son of Reaper bassist Matthias joined the
band and shared vocals with Daniel.
Kudos! It needs courage to get on stage in front of about 200 people!
After the doomy Light Of Anger there was a short break which was followed by an acoustic part.
They kicked off with the superb instrumental Al Andaluz of the new album and acoustic cover versions of
Manowar's Hail And Kill, Judas Priest's Desert Plains and Rainbow's Temple Of The King.
Time to speed up again, to go full force!
The 3rd part of the show was a best-of which songs from all stages of their 25 years long career-incl.
some guests.
Armin Eichenberg (Mesmerized) sang Wardrums, Dirk Schneider (Reflector) Flight Of The Nazgûl
and Florian Bauer (Burden Of Grief, Hellforce) did a duet with Daniel at Wonders In The Dark - very cool!
A memorable experience was Lucifers Rising where Benny (now Blacksite), Andreas Maus (guit), Peter Fickert (dr) joined Matthias and Daniel - and so the original Reaper line - up from 1984 was on stage!
Benny sang their classic Rising From The Sea off the 1990's album Beyond All Time as well as the
Priest cover Breaking The Law.
After about 2,5 hours the party ended and the people were satisfied. And for just 8 Euro they really got value for money! You really missed a great show!

Resume: Reaper are still alive and kickin'! And they are still hungry to play.

H e a v y   m e t a l   i s   k i n g !

Leif Lohne (translation: Claudia Ehrhardt)

17.05.2003, Kassel, Musiktheater

Als Reaper etwa um 21:30 Uhr die Bühne betraten, hatte sich der Saal bereits gut gefüllt, um den restlos überzeugenden Set einer Formation zu bewundern, deren Name im näheren Umkreis von Kassel sowie in Kassel selbst schon lange kein Unbekannter mehr sein dürfte. Zahlreiche krachende Hooks, viele Breaks, herrliche klassische Leadgitarrensoli, oberamtlich fett groovende Gitarren, viele lange Leadgitarrensoli, mächtige Grooves, die geradewegs zum Bangen animieren, kraftvoll treibende Drums - und ein Sänger mit einer prägenden Stimme, die irgendwo im Bereich von Grave Digger Shouter Chris Boltendahl oder ein wenig an Peavy von Rage erinnernd, angesiedelt sogar um einige Oktaven tiefer liegend, stellenweise in den Deathmetalbereich tendiert. Wenn es der Band gelingt, dieses hohe Level zu halten, kann sich nicht nur die einheimische Konkurrenz aus dem klassischen, traditionellen Heavy/Powermetalbereich warm anziehen!
Die von der Band an den Abend gelegte Spielfreude übertrug sich gleich vom ersten Takt an auf's Publikum. Viele Altmetaller sowie jüngere Semester dürften ihr Kommen an diesem Abend nicht bereut haben. Wer krachende Metalhymnen, mal langsam schleppend, häufig aber im Midtempo-Bereich oder im Speedmetal-Stil der klassischen alten Schule vorgetragen zu seinen Faves zählt, liegt mit dieser Band völlig richtig! Den Anfang des knapp über einstündigen Reaper-Sets machte die Speedhymne Fields Of Joy von ihrer aktuellen Mini-CD die sich als exakt passender Opener für einen erstklassigen Gig in der ausreichend gefüllten Dark Area entpuppte.
Nach Fields Of Joy folgte mit Azrael die nächste unentbehrliche Reaper-Hymne. Sänger und Leadgitarrist Daniel kündigte anschließend Goethe's Erlkönig mit den Worten »dieses Stück dürften noch einige von euch aus dem Musikunterricht kennen« an. Reihenweise verwunderte Blicke und lautstarke Lachsalven brandeten in der Dark Area auf, als Frontmann Daniel die verwunderliche Feststellung bekannt gab, dass Reaper in einem CD-Review als »Grave Digger auf Doom« bezeichnet wurden. Daraufhin verfiel fast der gesamte Saal einschließlich Band in ein lautstarkes Lachkonzert. Entweder hat diejenige Person, welche diese Behauptung aufstellte, gewaltig einen im Tee gehabt als sie dieses Review schrieb oder sich die Band hörtechnisch nie richtig zu Gemüte geführt, geschweige denn, sich wirklich intensiv mit der zu reviewenden CD befaßt! Die gelungene Kate-Bush Coverversion Wuthering Heights fügte sich nahtlos in den Set ein, ehe das gigantische, zunächst leicht doomig angehauchte The Raven , ein klassischer Song, der sich nach kurzem, schleppendem Beginn zu einer gewaltig groovenden Speedhymne steigert, folgte. Danach wurde mit Wolfssong ein Stück angestimmt, das an die Anfangstage des Vierers erinnerte. Ein weiteres beeindruckendes Stück folgte etwa kurz nach der Hälfte des gespielten Sets. Rising From The Sea ist schon lange nicht mehr aus dem intensiven Live-Set der Band wegzudenken. Den Zugabenteil beschlossen ein gelungenes Slayer Cover (Black Magic) und Judas Priest's (Breaking The Law in einer Slow-Motion-Version). Zwei Stücke, die die ohnehin schon gute Stimmung in der Dark Area vollständig zum Überkochen brachten, wie zahlreiche Zugaberufe des begeisterten Publikums bewiesen. Mit Lucifer's Rising vom 92er Album »The Years Within« liess die Band den gelungen Abend mehr als stilgemäß ausklingen. Das Stück stellte sich als absoluter Volltreffer und Speednackenbrecher erster Güte heraus! Hoffentlich wird es auch bei zukünftigen Live-Konzerten von der Band gespielt. Gnadenlos und voll auf die Glocke, wurde den Fans des Kasseler-Metal-Urgesteins über eine Stunde lang Heavy-Metal pur bis zum Abwinken serviert. Alle dargebotenen Stücke bestachen durch superben Groove, die Band harmonierte gut aufeinander abgestimmt, spielte von Beginn an kompromißlos nach vorn und verfügte obendrein über einen enorm druckvollen Sound! Einer derart ehrlichen Band wie Reaper wäre der Erfolg auf breiterer Ebene nur zu wünschen. Wer diese grundsolide Combo, die sich im wahrsten Sinne des Wortes den Allerwertesten für ihre Fans abspielt und immer 100 Prozent alles gibt, je einmal live erlebt hat, wird mir hoffentlich Recht geben. Eine restlos beeindruckende Vorstellung, mit der Reaper weiter an Boden gewonnen haben. So und nicht anders muss traditionell unverfälschter Heavy Metal reinsten Wassers klingen. Highsteel-Faktor Zehn, - Daumen hoch!!!


Bands Battle-Festival 2003:

Warum so viele Reviewer REAPER einfach ignorierten, verstehe ich nicht. Ich denke mal, das hängt mit der straffen Zeitplanung zusammen, die einem kaum Verschnaufpausen ließ. Wenn man sich mal zum Pinkeln nach draußen verzog, an den Ständen stöberte, mit Kumpels einen hob und und und, dann konnten einem schon mal locker zwei, drei Bands durch die Lappen gehen.
Jedenfalls kamen mir gleich beim ersten Einsatz des Sängers "Grave Digger"-Sprüche in die Ohren. Der Typ klingt auch verdammt nach Boltendahl. Die Band versucht aber mit ihrem Songmaterial von dem der Großen abzurücken, was auf Kosten der Eingängigkeit geht. Allerdings hatten REAPER bei ihrem Gig im Tankhaus vor allem straightere Nummern im Gepäck. Sehr gute Live-Band.

Masters of Cassel 2008

4. Masters Of Cassel-Festival                                                                                25.12.2008, Kassel, Nachthallen

Bei Reaper füllt sich der Raum im vorderen und hinteren Bereich beträchtlich.
Auf der großen Nachthallentanzfläche finden sich zunehmend Leute ein.
Reaper können mit ihrer Mischung aus klassischem HeavyMetal/Powerspeed locker aus dem Vollen schöpfen.
Die gut aufgelegte Band wirft einige wohlbekannte Klassiker ins Publikum, die wie immer dankbar von den Fans aufgenommen werden.
Gitarrist Daniel kommt fröhlich gelaunt mit Stirnband auf die Bühne, fängt unbeschwert an zu solieren was die Klampfe hergibt, ehe das Riffing folgt, wobei das Publikum gleich vom ersten Takt an mitgeht als wäre es heute abend das selbstverständlichste auf der Welt.

Kein Wunder, wenn die Band auf der Bühne Reaper heißt!


Perlen wie »High On A Mountain«, »Fields Of Joy« oder »Praise Of The Morning Star« lassen die Herzen der klassischen Metalfancommunity gleich zahlreiche Taktfrequenzen höher schlagen.
Dem Slo-Mo-Doom-Cover von »Breaking The Law«, das von den Fans lauthals mitgesungen wird, kann sich sowieso kein waschechter Metalhead entziehen. Das bewusst spezifisch unorthodox veredelte Stück fällt wie immer völlig aus dem Rahmen. Ein Sahneschnittchen, das längst zu den Insider-Klassikern der nordhessischen Metallandschaft gehört.
Dementsprechend wird es lauthals im Chor von den Fans mitgesungen, während die »Reaper-Manie« zumindest in Kassel mal wieder keine Grenzen kennt!
Passend zum Abschluss kommt beinahe erwartungsgemäß die Oldshool-Hymne »Lucifer’s Rising« zu Ehren.

Reaper sind ihrem Ruf als exzellente Liveband wie immer gerecht geworden.

Anschließend verlassen die vier Musiker unter starkem Applaus, minutenlangen Zugaberufen und von den Fans lauthals skandierten Reaper, Reaper!-Sprechchören mit einem zufriedenen Grinsen die Bühne.

                                                                                                                                                                 Toschi

Swordbrothers Festival 2007

Ist zwar schon etwas älter und von mir selbst verfasst, aber bisher gabs das nur auf unsere Myspace Seite. Der Vollständigkeit halber jetzt auch hier:
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Am 19.05.2007 zogen wir aus, um in Andernach auf dem Swordbrothers Festival richtif zu rocken (nein, das ist KEIN Schreibfehler ).

Also packten wir unsere Sachen und unsere Langhaarschlampe (den Herrn Dachs) als Roadie ein (eigentlich wollte der nur umsonst Blitzkrieg sehen und Bier trinken, aber er hat sogar ein bischen tragen geholfen) und tuckerten gen Süden. Die Fahrt war hochgradig ereignislos, abgesehen von dem Umstand dass der Dachs auf die harte Tour lernte, dass ein Megamonstertriplecheesedeluxe Burger einer bekannten Fressbude nicht ansatzweise in einen Standardmund passt. Ne feine Sauerei wars! Und darüber hinaus lag ihm das bischen, was doch den Weg in seinen Verdauungstrakt gefunden hatte doch ein wenig schwer im Magen. Tja, immer diese Gier...

In Andernach angekommen (nachdem uns die Navi-Else erstmal statt zum Festival in ein Wohngebiet gelotst hatte) staunten wir nicht schlecht: Es war heller Nachmittag und schon liefen überall Langhaarische Bombeleescher rum. Nicht übel, ich hatte mit weniger gerechnet. Das machte Hoffnung darauf, dass gegen Abend tatsächlich mehr als 10 Hansels vor der Bühne rumhopsen könnten.

Da wir noch n Weilchen Zeit hatten besichtigten wir erstmal ausgiebig die Location und liessen uns von dem Ambiente in Auftrittsstimmung versetzen. Der erste Weg führte uns zu Volker, dem Veranstalter, der uns unsere "Misterwichtig-Bändchen" in die Hand drückte und uns gleich auf die wichtigen Sachen hinwies: Im Backstagebereich warteten 2 Kästen Bier darauf, von uns vertilgt zu werden. Feine Sache das! Wenns da nur nicht so warm gewesen wäre... Warmes Wicküler schmeckt fast genauso schlecht wie gekühtes Nörten-Hardenberger . Aber es gab ja nen Kühlschrank. Später gings dann.

Irgendwann sollte es dann noch was leckeres zu futtern geben.

Dann begutachteten wir erstmal die anderen Bands. Da die Musik insgesamt nicht soo mein Fall war (n ganzen Abend lang find ich so True- / Powermetalgesang schon anstrengend) und ich somit nicht der richtige für ne komplette Festivalkritik bin beschränke ich mich auf gewisse "Highlights", die natürlich mit meiner eigenen Meinung versetzt und somit kein Stück objektiv sind:

Als wir ankamen spielten grade Crystal Viper. Die einzige Band mit einer Sängerin an dem Abend. Auch wenn gesanglich noch ein paar andere in ähnlichen Tonlagen zugange waren. Die gutste klang wirklich seeehr nach Doro Pesch, was aber nicht weiter störte. Ihre Mitmusiker sahen etwas aus, als wären sie von Poison oder Motley Crüe geklont. Naja, wers mag... Der Drummer stellte sich Backstage als recht unterhalsames Kerlchen raus.

Später kamen Stikky Fykk. Die waren bunt... Und tuntig... Und hatten ne pinke Federboa... Hatte ich schon erwähnt, dass sie bunt und tuntig waren? Ja? Egal, kann man nicht oft genug erwähnen. Die Musik ist irgendwie an mir vorbei gegangen, aber ja auch kein Wunder bei den Outfits. Ich denke aber, dass die später abends, mit genügend Alkohol im Blut durchaus Unterhaltungswert haben.

Dann sind mir auch noch Valkyies Cry (CAN) und Arctic Flame (USA) im Gedächtnis geblieben. Zum einen weil beide nur für diesen einen Auftritt von über den großen Teich gejettet sind und zum anderen, weil beides durchaus nette Kerlchen waren. Mit Arctic Flame haben wir sogar später backstage noch das eine oder andere Bierchen gepitschert. Sehr sympathische Jungs, besonders der Drummer (man sieht, die Drummer sind immer die netten Kerle ).

Da noch eine Band einfach nicht aufgetaucht ist (Emerald), kamen dann auch bald die beiden Headliner: Sacred Steel und Blitzkrieg.

Sacred Steel waren ... Geschmackssache. Ich fand sie musikalisch echt ganz ok, aber den Gesang unerträglich. Die Highlights waren ein Song, bei dem er n bissl gegrunzt hat und ein Song, den er zusammen mit der Sängerin von Crystal Viper gesungen hat. Die hat ihn irgendwie in Grund und Boden gesungen.

Zum Schluss kamen dann endlich Blitzkrieg! DIE Band des Abends! Mannomann können die alten Säcke noch Arsch treten! Die haben alles in Grund und Boden gespielt, zum Schluss sogar noch die Fans auf die Bühne geholt und Breaking The Law gespielt (hatten wir ja vorher schon, aber halt in unserer etwas eigenen Fassung...). Seeehr, seeehr geiler Auftritt! Und vor allem mit nem Sänger, der wirklich alles kann. Sowohl die tieferen Passagen, als auch das ganz hohe Zeug! Wirklich n Erlebnis!

Zu unseren besonderen Highlights zählten - abgesehen davon, dass der Auftritt echt Spaß gemacht hat noch, dass wir ein TV-Interview gegeben haben. Der Sender Streetclip.TV hat jede Band interviewt und auch das gesamte Festival mitgeschnitten.

Dabei stellte sich noch heraus, dass der "Reporter" den alten Reaper-Drummer Miwe kannte. Er konnte kaum glauben, dass wir die Reaper sind, von denen der immer erzählt hat. Was soll denn das heissen? Wir sind die EINZIGEN wahren Reaper. Auch wenns zig Bands gibt, die so heissen (unter anderem auch so n Grufttechno-Projekt): Wir waren zuerst da! So! Wo war ich? Achso, das Interview... War schon n bissl fomisch, da vor der Kamera irgendwas zu erzählen. Aber schon cool. Ein paar Autogramme mussten wir auch geben. Sogar auf alte CDs.. Also die richtig alten.. von vor 17 Jahren...

Alles in allem wars ein toller Tag, nette Leute kennengelernt, viel ordentliche Musik gehört, selber Spaß beim spielen gehabt und das drumherum hat auch gestimmt. Noch nie so ne perfekte Organisation miterlebt! 10 Daumen hoch an das Team vom Swordbrothers, echt prima!